Um den ständig zunehmenden Angriffen von Viren, Trojanern und 'Spyware' speziell unter Microsoft Betriebssystemen Rechnung zu tragen, kann jeder EDV-Anwender sich ein wenig selber schützen, indem er einige einfache Regeln beachtet und auf seinen EDV-Systemen andere als die Standard-Software zum Surfen im Internet und zum Lesen von E-Mails einsetzt.
Hier einige Empfehlungen zum Software-Einsatz:

Benutzen Sie den Mozilla Firefox Browser* anstelle des Internet Explorers zum Surfen im Internet.

Benutzen Sie den Mozilla Thunderbird Mailer* anstelle von Outlook Express zum Lesen und Schreiben von E-Mails.

Setzen Sie den Magic Mailer* ein, um Ihre Pop3-Mailkonten zu verwalten, und löschen Sie Spam, Viren oder Mails mit zu großen Anhängen, bevor Sie die Mails mit einem Mail-Programm herunterladen. So können Sie unerwünschte E-Mails von Ihrem Computer fernhalten und die Sicherheit erhöhen. Außerdem sparen Sie auch noch Geld.

Schlagen Sie der Total-Überwachung des Schnüffelstaates ein Schnippchen: Verschlüsseln Sie Ihre Email-Kommunikation mittels der frei verfügbaren Kryptografie-Software GNU Privacy Guard. Die Software sowie Beschreibungen zu Installation und Einsatz finden Sie unter http://www.gnupg.org. Mittels Verschlüsselung kann zwar nicht verschleiert werden, mit wem Sie kommunizieren, aber die Inhalte bleiben vor den Blicken der staatlichen Schnüffler verborgen! Schützen Sie selber Ihre Bürgerrechte, wenn es die Politik nicht tut.

Prüfen Sie Ihr System mit Spybot Search & Destroy*, um unerwünschte Spyware von Ihrem Rechner zu entfernen und mit dem in neueren Versionen enthaltenen 'Spybot S&D Resident' von Ihrem Rechner fernzuhalten.

Setzen Sie unbedingt einen aktuellen Virenwächter ein: Es gibt einige Programme, die für private Nutzung sogar kostenlos erhältlich sind.

Aktualisieren Sie nicht nur Ihr Betriebssystem und Ihren Virenscanner regelmäßig, sondern schauen Sie ab und an nach Aktualisierungen für Ihren Browser und Ihr Mail-Programm.
Und hier noch eine aktuelle Warnung:
Im Internet nimmt das so genannte 'Phishing' rapide zu. Mit Hilfe von Phishing locken Betrüger zum Beispiel Bankkunden auf gefälschte Bankseiten im Internet, angeblich, um neue Anwendungen zu testen oder eine defekte Kunden-Datenbank wieder herzustellen. Beim Phishing handelt es sich in der Regel um betrügerische E-Mails, die den Anwender mittels dubioser Links auf gefälschte Internetseiten umleiten. Dort versuchen die Betrüger dann, an die Bankdaten oder auch andere vertrauliche Daten des Nutzers heranzukommen. Mittlerweile werden sogar ganze Browser-Komponenten mittels JavaScript oder Flash-Animationen gefälscht, um dem Nutzer zu suggerieren, er befände sich tatsächlich auf der gewünschten Internetseite. Sowohl die Fälschungen der Internetseiten als auch der Browser-Komponenten sind so gut gemacht, dass sie selbst für Experten nicht unbedingt sofort als solche zu erkennen sind.
Deshalb auch hier einige Tipps:
- Keine Bank oder Institution wird Sie mittels E-Mail (oder auch Telefonanruf) um Ihre Benutzernamen oder Passworte bitten! Schon hier sollten Sie aufmerksam werden.
- Geben Sie die Internet-Adresse(n) immer von Hand in die Adresszeile Ihres Browsers ein und nie über einen Link in einer E-Mail oder Internetseite.
- Achten Sie auf das Verhalten der Internetseite, die Sie besuchen: Hat sich das Verhalten oder das Aussehen der Internetseite verändert?
- Hat sich beim Öffnen der Internetseite ein neues Browserfenster geöffnet, was vorher nicht passiert ist?
- Setzen Sie einen Browser ein, dessen Oberfläche (Skin) Sie individuell gestalten können, und nutzen Sie diese Möglichkeiten. Kein Betrüger kann diese individuellen Merkmale nachprogrammieren.
*) Alle oben genannten Programme sind frei verfügbar.
Ich übernehme keinerlei Gewähr für die Fehlerfreiheit der genannten Software. Der Einsatz der Programme erfolgt auf eigene Gefahr.
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